Teebaumöl gegen Pickel?

95
Teebaumöl gegen Pickel?

Teebaumöl ist ein sehr beliebtes Produkt im Bereich der alternativen Medizin. Es wird seit Jahrhunderten aus der Rinde des australischen Teebaums gewonnen und wird vornehmlich gegen Hauterkrankungen eingesetzt.

Durch die ätherischen Öle kommt die erstaunliche Wirkung zustande, denn der Hauptwirkstoff Terpinen-4-ol wirkt antibakteriell und beruhigend zugleich. Obwohl es sich erst mal um ein unscheinbares Produkt handelt, ist es sehr beliebt bei Jung und Alt die Probleme mit Pickel und Mitessern haben.

Wie wende ich Teebaumöl richtig an?

Das Öl wird mit einem Wattestäbchen oder Wattepad auf die betroffenen Pickel aufgetragen und nach Möglichkeit, bis es eingewirkt hat nicht abwaschen.

WICHTIG: Teebaumöl sollte ausschließlich verdünnt angewendet werden, da es sonst zu schmerzhaften Hautrötungen kommen kann. In zahlreichen Studien wird eine 5-prozentige Lösung empfohlen, welche man durch eine Mischverhältnis von 5 ml Teebaumöl und 95 ml Wasser ganz einfach selber herstellen kann.

Vor dem schlafen gehen, das Gesicht gründlich mit einer ph-neutralen Seife reinigen, dann das Teebaumöl auftragen und langsam über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Morgen wie gewohnt das Gesicht reinigen, anschließend fühlt sich die Haut ganz zart und weich an.

Übrigens ist Teebaumöl auch ein sehr effektives Hausmittel zur Nagelpilz-Behandlung!

Hilft Teebaumöl wirklich gegen Pickel?

Obwohl es schon seit Jahrzehnten sehr erfolgreich gegen Akne eingesetzt wird, gibt es leider nur eine Handvoll wissenschaftliche Studien, die eine positive Wirkung von Teebaumöl bei Hautkrankheiten belegen. Die erste „Single-Blind“ Studie, wurde im Royal Prince Alfred Hospital in Australien durchgeführt.

Diese verglich die Wirksamkeit und Verträglichkeit von 5 % Teebaumöl mit der Wirkung von 5 % BPO (Benzoylperoxid), anhand von 125 Probanden mit mittelschwerer bis schwerer Akne. Bei beiden Gruppen zeigte sich nach regelmäßiger Anwendung nach einigen Monaten ein stark verbessertes Hautbild.

Die Teebaumöl-Gruppe benötigte zwar 1/3 mehr Zeit, um die selben Ergebnisse wie die BPO-Gruppe zu erreichen, allerdings wurden auch viel weniger Nebenwirkungen (Stechen, Jucken) festgestellt.